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Einkorn (lat. Triticum monococcum) ist wie Emmer eine der ältesten domestizierten Getreidearten. Im Vergleich zu Weizen hat Einkorn einen höheren Anteil an wertvollen Mineralstoffen und Aminosäuren, wegen seines niedrigeren Ertrags wurde das Urgetreide jedoch fast völlig vom Weizen verdrängt.

Einkorn und die daraus hergestellten Produkte sind von gelblich-rötlicher Farbe und haben einen nussigen Geschmack. Dies macht das Getreide auch für die Pasta-Herstellung kulinarisch interessant.

Es ist nicht ganz einfach, Einkorn-Mehl zu finden, praktisch unmöglich ist es, Dunst oder Griess aus Einkorn zu bekommen. In Reformhäusern gibt es jedoch meistens ganze Körner zu kaufen, die man vor Ort mahlen lassen kann. Für meinen Geschmack ist ein solches Vollkorn-Mehl für die Pastaherstellung etwas zu dunkel, vor allem, wenn es eher grob gemahlen ist. Ich siebe das Mehl deshalb zunächst und entferne die gröbsten Schalenpartikel, bevor ich es für einen Pastateig verwende. Empfehlenswert ist es auch, Einkorn und Weizen zu kombinieren und so von den Eigenschaften beider Getreidearten zu profitieren – also Einkorn für den Geschmack, (Hart-)Weizen für einen guten Biss.

Auf Italienisch wird Einkorn farro piccolo genannt, manchmal auch nur farro, wobei diese Bezeichnung verwirrenderweise auch für Emmer und für Dinkel verwendet wird.

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